liquid love
liquid love klingt wie ein elektronisch verträumter, tänzelnder spaziergang an einer strandpromenade mit schlaghosen und dieser 70s disco leichtigkeit in der abendsonne. dieses glänzende gefühl einer sympatischen erhabenheit. ein lachender streifzug durch einen sommer in neukölln. irgendwie glitzernd.
ende 2015 lernten sich die beiden musiker auf einem poetry slam in bamberg kennen, auf dem humpe performte. mit damals 23 trat der berliner neben seiner poesie, die er auch 2013 an der new school, new york studierte, mit musikprojekten und theateraufführungen in der kleinstadt in erscheinung, neben einem studium der germanistik und philosophie. der damals 18-jährige bamberger holland beendete gerade sein abi und entdeckte das jazzpiano für sich als berufung. sie freundeten sich an, aber es dauerte ein jahr, bis sie, 2017, erste gemeinsame musikalische versuche unternahmen. humpe studierte bereits nicht mehr in bamberg, sondern angewandte theaterwissenschaften in gießen, war aber noch oft bei seiner freundin in bamberg, während holland bereits in diversen lokalitäten die dortige jazzszene bespielte. die ersten aufnahmen entstanden über das i phone nur mit gesang von humpe, sowie dem klavier von holland, fast per zufall, mit denen sie auch schon kleine konzerte innerhalb bambergs gaben.
vier jahre später, 2021, humpe hatte bereits seinen master of arts abgeschlossen, holland war, neben diversen konzerten, mitten in seinem jazzpianostudium in arnhem, niederlande, trafen sie sich während der zweiten coronalockdownphase auf gran canaria, wo ihnen, auch da humpe dort an filmmusik arbeitete, ein studio zur verfügung stand, um alte musik neu aufzunehmen und ganz neue projekte zu probieren. das alte an tom waits angelehnte, wich einem eher leichten, verträumten und auch elektronischeren lo-fi sound. holland hatte sich schon während seines studiums zu den künsten des klaviers noch besondere produktionsskills angeeignet, zu welchen jetzt auch der fabelhafte italienische produzent fabio senna hinzukam.
noch einmal dauerte es ein jahr, bis sich holland und humpe 2022 in berlin, neukölln, wo humpe mittlerweile wieder lebte, zusammensetzten und neben diversen anderen arbeiten und gigs, das projekt liquid love, benannt nach einem song von roy ayers, den sie auch coverten, ins leben riefen und neue songs sowohl in neukölln, als auch in arnhem aufnahmen.
so kreierten sie, inspieriert von unter anderem roy ayers, charles mingus, son ra, jack stauber, elijah who und dj koze, durch einflüsse von jazz, funk und soul, aber auch hiphop, lo-fi und idm, zwischen theater, poesie und musik einen neuen sound mit neuen inhalten und einer neuen leichtigkeit, mit dem sie nun auf ihrem ersten studioalbum „oxytocin“ die musiklandschaft bespielen und berreichern.